Annalena Erhardt M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Medienkulturwissenschaft

An der Schnittstelle zwischen Environmental Humanities und Visual Studies angesiedelt, liegt der Forschungsfokus von Annalena Erhardt auf visuellen „naturecultures“, insbesondere auf der Repräsentation von Menschenlandschaften in neuen Medienkonstellationen.

In ihrem Dissertationsprojekt „Anthrofoto“ beschäftigt sie sich aktuell mit anthropozänen Menschenbildern in Fotobüchern. Dabei fokussiert sie auf globale und populäre Fotoprojekte, die den Menschen im Anthropozän zum Titelgeber machen, jedoch auf unterschiedliche Weise in plurimedialen Formaten konzeptualisieren und visualisieren. In breit angelegten Fallstudien wird die gegenwärtige Hybridisierung der Umweltfotografie untersucht, die das Medium Fotobuch als „hyperbook“ einerseits zwischen fotografischen Landschafts- und Menschenbildern verorten sowie andererseits den Blick zum Umweltdokumentarfilm weiten lässt. Damit perspektiviert die Arbeit die Fotobuch-Forschung medienökologisch hinsichtlich Eco Visual Literacy sowie Transmedia Ecocriticism.

Für den kürzlich erschienenen Bildband Salt Works von Tom Hegen (Hatje Cantz 2022) hat Annalena Erhardt eine Handreichung zum Sehen von anthropozänen „hyperobjects“ verfasst. In früheren Studien hat sie sich empirisch mit konzeptionell-visuellen Vernetzungen ausgehend von Aby M. Warburgs Bilderatlas Mnemosyne bis hin zur Google-Bildersuche sowie auch mit der Visualisierung der Anthroposphäre zwischen Luftbild und Infografik im Bildband Habitat (Alumnipreis der Philologischen Fakultät 2022) beschäftigt.